Software Monitor 2000, Jänner 2000
Vorstellung des Inventarisierungsprogrammes arteFact
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Neues Museum, November 1999
Artikel über die implementierung der Sammlungs-Management Software "CMB Storager" in der Privatsammlung Essl anlässlich der Neueröffnung des Museums.
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Rundbrief Fotographie, Heft 23, 1999
Beschreibung des Projektes zur digitalen Erfassung des gesamten Bestandes der Graphischen Sammlung Albertina mit dem CMB Storager
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Digitale Kameras im Einsatz in Museen
Museum Aktuell, März 1997

Ein gemeinsames Weiterbildungsprojekt der Landesmuseen Oldenburg und Emden sowie des Museumsdorfs Cloppenburg
Pressrelease, April 1997

Ein virtueller Rundgang durch das Museumsdorf
MD Aktuell, Juli 1997

CMB Storager Softwaretest
Museum Aktuell, Juni 1996

Das digitale Zeitalter hat für die Albertina begonnen
Standard, 27.10.1995

Objektverwaltungssystem CMB Storager
ICOM News, in: Neues Museum 1/1996

Inventarisierungsprojekt in Weser-Ems
MD Aktuell, Juli 1997

Francesco Borromini, CMB Storager, CD ROM Produktion, Albertina
Wettbewerbe
Neue Zeit
Die Presse
Kronenzeitung

Kunstgeschichte digital
Hrsg. Hubertus Kohle, Berlin 1997, S. 64 ff

Das Borromini Projekt – digitale Medien
Museum Aktuell, Dezember 1997

 

Digitale Kameras im Einsatz für Museen
Museum Aktuell, März 1997

Nicht nur auf der Photokina in Köln wurde sie hochgelobt, auch in der journalistischen Praxis befindet sie sich auf beharrlichem Siegeszug: die digitale Kamera. Daß das neue Wunderding aber auch in die Welt der Museen Einzug halten wird, gilt als so gut wie sicher.

Digitale Kameras sparen Zeit, Personal und Material

Besonders in der Produktion von Foldern, Prospekten und Katalogen, aber auch in der Bildarchivierung haben digitale Kameras enorme Vorteile. Der erste und augenscheinlichste ist die Aktualität: wenn auf herkömmliche Art ein Objekt fotografiert wird, geht oft kostbare Zeit allein in der Entwicklung des Films verloren. Das Bild wird danach eingescannt, eventuell nachgearbeitet und gelangt dann erst, herkömmlich auf Botenwege, fortschrittlicher per Modem, zur Druckerei.

Durch den Einsatz einer digitalen Kamera verkürzt sich der Weg um ein Vielfaches, da die Bilddaten lediglich eingelesen werden müssen. Entweder wird die Kamera über einen SCSI-Stecker an den Computer angebunden oder die einzelnen PC-Cards, die das komprimierte Bildmaterial enthalten, werden einfach aus der Kamera genommen und durch einen Desktop-PC-Card-Reader auf die Festplatte importiert, ohne daß die Kamera online verfügbar sein muß. Die so eingelesenen Bilddaten können also mittels Notebook, Modem und Funktelefon in Sekundenschnelle von einem Ort zum andern wandern - vom Museum in die Druckerei, ins Archiv, zu anderen Museen, zu Ausstellungen und Redaktionen.

Die digitale Kamera spart hier aber nicht nur Zeit, sondern auch Personal und Material. Immer mehr Druckereinen und Prepress-Studios investieren in digitale Fotografie, und die anfangs hoch erscheinenden Investitionen bezahlen sich schon nach kurzer Zeit: wer digital fotografiert, hat das Bild gleich selbst am Bildschirm, um es druckfertig zu bearbeiten. Und damit werden herkömmliche Filmpatronen werden bald nur mehr in Museen - und vielleicht in digitalen Bildarchiven zu finden sein.

Das Museum im Scheckkartenformat

Anstelle des normalen Fotofilms tritt bei der digitalen Kamera ein CCD-Flächensensor (Charge Coupled Device = ladungsgekoppelter Halbleiterbaustein) in Form eines Chips: winzige Lichtsensoren sind mit verlustarm arbeitenden Kondensatoren verbunden. Das vom fotografierten Objekt reflektierte Licht setzt, wenn es auf das Halbleiterelement trifft, Elektronen frei, die durch eine Sperrschicht in Richtung Elektrode wandern. Die durch unterschiedliche Lichtstärken verschiedenen Spannungswerte werden während der Belichtung auf das Bildspeichermedium, die PC-Karte, die nicht größer als eine Scheckkarte ist, gespeichert und später mittels eines speziellen Laufwerks, eines Desktop-PC-Card-Readers, ausgelesen. Erst bei diesem Schritt entsteht das eigentliche Abbild des fotografierten Objektes. Eine PC-Karte hat, je nach Type, zwischen 15 und 340 MB, die Anzahl der möglichen Bilder schwankt je nach Auflösung, Kompressionsmodus und Speichervolumen der Karte zwischen 5 (bei 15 MB) und 250 Bildern (340 MB). Bei einigen Kameramodellen ist es sogar schon möglich, auf eine Wechselfestplatte gesprochene Kommentare zum soeben geschossenen Bild zu geben - mühsame Zuordnungsarbeit, die immer die Gefahr der Verwechslung oder Verkennung des Bildmaterials durch unkundiges Personal birgt, entfällt so gänzlich und die Weiterverarbeitung zum Folder, zum Katalog oder zur Bild- bzw. Objekt-Archivierungsdatenbank kann getrost auch kunstunkundigen Informatikern überlassen werden.

Kinderkrankheiten und Entwicklung

Der CCD-Flächensensor, der die Bilddaten speichert, ist wesentlich kleiner als das bis jetzt übliche 24x36mm Filmmaterial. Da es deshalb einen kleineren Bildausschnitt erfaßt, wurde die Brennweite verlängert. Heute noch übliche Bildbreiten können mit digitalen Kameras deshalb nur mit Weitwinkelobjektiven erreicht werden, was eine weitere und zum Teil kostspielige Neuanschaffung erfordert. Einige Kameratypen haben das Problem bereits gelöst, indem zwischen Objektiv und Sensor eine weitere Optikgruppe gesetzt wird, die dazu verhilft, daß das Objekt 1:1 übertragen wird; der Nachtei dieser Systeme: eine Blendenöffnung größer als 6,7 ist hier nicht möglich, da das gesamte System eine geringe Lichtstärke hat, und deshalb muß der Blitz öfter eingesetzt werden als beim herkömmlichen System. Allerdings wurde schon die geeignete Software entwickelt, mittels derer Belichtungsmessung, Lichter- und Tiefenzeichnung, Verschluß- und Blitzkontrolle ohne weiteres eingestellt und verändert werden können.

Ein Nachteil wurde schon anfangs behoben: Bildausschnitte können bereits in Standardmodellen vor dem "Schuß" vordefiniert werden, was verhindert, daß unnötige Bilddaten mitgeschleppt werden. Dadurch wird Speicher gespart und die Bilddaten müssen nicht länger als nötig laden.

Vom binären Code zum Bild.....

Die Abtastung des CCD-Sensors erfolgt nach dem Prinzip eines üblichen Flachbettscanners. Zeile für Zeile wird das zu erfassende Bild abgetastet, was natürlich auch, je nach Präzision der Mechanik, relativ lange Belichtungszeiten ergibt. Diesem Nachteil steht jedoch die extrem hohe Auflösung und die gute Qualität des Bildes entgegen, die vor allem im Museumsbereich einen wichtigen Faktoe darstellt; zudem wurde und wird gerade an diesem Problem gearbeitet, sodaß Belichtungszeiten von 30 Sekunden bis 1/8000 Sekunden möglich sind.

Die analogen Spannungswerte auf dem CCD-Sensor werden in Reihen abgetastet und durchlaufen einen Analog/Digitalwandler. Die so gewonnenen Daten werden über den Arbeitsspeicher auf den Bildspeicher, die PC-Card, übertragen. Über die Anbindung der Kamera an den Computer oder das Ablesen der PC-Card ohne Kamera werden die Bildinhalte sichtbar gemacht; sehr viele Kameras verfügen aber jetzt schon über die Möglichkeit, das Bild -allerdings in relativ kleinem Format- direkt anhand eines in der Kamera integrierten Displays sichtbar zu machen.

......und weiter in die CD-ROM oder in die Museums-Datenbank!

Die Weiterverwertung der durch digitals Kameras gewonnenen Bildinhalte ist natürlich einfacher, da der übliche Entwicklungs- und Scanvorgang entfällt; zudem kann der gewünschte Bildausschnitt bereits beim Fotografieren ganz exakt gewählt werden, was hilft, die Bildbearbeitung zu minimieren und die Auflösung auf dem Maximumwert zu halten. Per digitaler Kamera gefertigte Bilder harren im für die EDV günstigsten Zustand ihrer weiteren Verwendung: exakt definiert, auf geringstmögliche Datengröße komprimiert, ohne umständliche Vorarbeit kopier- und verarbeitbar, immer bereit, in Sekundenschnelle am anderen Ende der Welt oder in einer anderen Zeit aufzutauchen und dort ihre Inhalte widerzugeben. Und mit der richtigen und auch im digitalen Bildbereich flexiblen Museums-Software sollen der Effizienz und der Flexibilität keine Grenzen gesetzt sein.

Autorin: Mag. Sabine Müller, CMB Informationslogistik GmbH, Margaretenstr. 78/2, A-1050 Wien.

 

muse@log
in gemeinsames Weiterbildungsprojekt der Landesmuseen Oldenburg und Emden sowie des Museumsdorfs Cloppenburg

Die Landesmuseen Oldenburg und Emden sowie das Museumsdorf Cloppenburg, zusammengeschlossen im "Verein zum Erfassen, Erschließen und Erhalten der historischen Sachkultur in Weser-Ems" unter der Geschäftsführung von Prof.Dr. Helmut Ottenjann, führen vom 5. Mai 1997 bis 30. April 1998 eine Qualifizierungsmaßnahme zur Einführung in die moderne museologische Arbeit durch. Hierbei handelt es sich um ein in Deutschland bisher einmaliges Projekt, das durch das Engagement der Weser-Ems-Regierung sowie dank der finanziellen Zuwendungen des Europäischen Sozialfonds und der Bundesanstalt für Arbeit verwirklicht werden konnte. Die aus der gesamten Bundesrepublik kommenden Teilnehmer der Fortbildungsmaßnahme besitzen eine Ausbildung als Kunsthistoriker, Historiker oder Volkskundler. Einige von ihnen haben bereits erste Erfahrungen mit praktischer Museumsarbeit.

Im Mittelpunkt der Fortbildung steht die EDV-gestützte Inventarisierung von Objekten der historischen Sachkultur aus Stadt und Land des Weser-Ems-Gebiets. Dabei handelt es sich sowohl um Gemälde, Möbel und Keramik als auch um historische Fotografien, nautische Geräte, Schmuck und Textilien. Objekt für Objekt wird numeriert und mit seinen wichtigsten Merkmalen wie Herkunft, Entstehungszeit, Funktion, Materialbeschaffenheit und Erhaltungszustand dokumentarisch erfaßt und wissenschaftlich klassifiziert. Diese zentrale Aufgabe wurde in den drei Häusern bisher manuell durchgeführt, indem man die Daten auf Karteikarten festgehalten hat.

Frischer Wind hinter den Museumskulissen

Die Erfassung mithilfe des Computers beschleunigt nun nicht nur die Eingabe sich wiederholender, identischer Informationen, sondern erleichtert besonders die Identifikation und das Wiederauffinden der inventarisierten Objekte. Dabei kommt das eigens für den Kunst- und Museumsbereich entwickelte Programm "CMB Storager" zum Einsatz, das vor allem durch seine komfortable Möglichkeit der Bildeinbindung besticht. Die Museen erwarten sich daher von dieser Maßnahme auch eine Verbesserung ihrer Dokumentationsqualität. Das ist jedoch nur das erste Ziel. Darüberhinaus wird mit dem Projekt muse@log auch die Vernetzung der Daten aus den drei beteiligten Museen via Internet angestrebt. Davon profitiert die regionale Forschung, da sich so rasch ein Überblick über die Bestände in den unterschiedlichen Sammlungen verschaffen läßt. Diese Möglichkeit des Austauschs und der Zusammenarbeit kommt aber ebenso einem modern ausgerichteten Ausstellungsmanagement zugute.

Ein besonderer Aspekt im Museumsdorf Cloppenburg wird schließlich die virtuelle Darstellung historischer Gebäude der ländlichen Baukultur mit einem 3D-Programm sein. Die Animation der wesentlichen Veränderungen, Abbrüche, An- und Ausbauten soll dem Betrachter am PC ein anschauliches Bild der Geschichte des Gebäudes vermitteln. Sogar Innenräume samt Inventar können mit dieser Methode nicht nur sichtbar, sondern auch virtuell begehbar gemacht werden.

Neben der praktischen Tätigkeit werden die insgesamt 16 Teilnehmer an den drei Museumsstandorten mit den beruflichen Anforderungen aktueller museologischer Arbeit, wie sie den heutigen kulturpolitischen Aufgaben angemessenen ist, vertraut gemacht. Dies geschieht durch Seminare, die von ausgewiesenen Fachwissenschaftlern aus dem Forschungsbereich und unterschiedlichen Praxisfeldern durchgeführt werden und den Teilnehmern fundierte Kenntnisse der historischen Sachkulturforschung sowie der Museologie vermitteln sollen. Zum Abschluß der Fortbildung realisieren die Teilnehmer eine Ausstellung, die besonders den Vernetzungsgedanken des gemeinsamen Projekts zum Ausdruck bringen wird.

Der "Verein zum Erfassen, Erschließen und Erhalten der historischen Sachkultur in Weser-Ems" will mit dieser berufspraktischen Weiterbildungsmaßnahme die Chancen der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen, da die elektronische Datenerfassung in Museen und Denkmalsämtern zur Zeit rasch vorangetrieben wird und hierdurch neue Arbeitsfelder entstehen, für die qualifiziertes Personal benötigt wird. Die Maßnahme wird geleitet und wissenschaftlich betreut von der seit mehreren Jahren für das Landesmuseum Oldenburg tätigen Kunsthistorikerin Dr. Siglinde Killisch und dem EDV-Berater Klaus Bulle.

 

Für die Kunstsammlung Albertina hat das digitale Zeitalter begonnen

Standard 27.10.1995
Uwe Fischer-Wickenburg

Wien – Für die Kunstsammlung Albertina hat das digitale Zeitalter begonnen: Dieser Tage wird das Museum seine erste CD-ROM zum Thema "Faksimiles" auf den Markt bringen, die 63 Meisterwerke der Albertina in hoher grafischer Auflösung und ausführlichen Textbeschreibungen.

Parallel dazu öffnet sich das Museum auch via Internet: Ab November wird man über das Weltumspannende Informationsnetz auf div. Daten der Wiener Kunstsammlung zugreifen können. Basis für die Digitalisierung ist die flexible Client-Server-Datenbank CMB Storager, die speziell für den Kunst- und Museumsbereich konzipiert wurde. Das in Österreich entwickelte Softwarepaket läuft unter Windows und besticht nicht nur durch ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem für kontrollierte Zugriffe von außen, sondern vor allem durch ein effizientes und leistungsfähiges Bildmanagement. So gibt es zu jedem in der Datenbank gespeichertem Vollbild ein kleines Vorschaubild, das in wenigen Augenblicken geladen werden kann. Dies erspart nicht nur Wartezeiten bei der Arbeit mit langsameren CD-Laufwerken, sondern vor allem bei Online - Zugriffen via Telefonleitung. Die Vollbilder – eingescannte und digitalisierte Aufnahmen der Original – Kunstwerke – lassen sich in beliebiger Qualität abspeichern. Wo es nicht auf punktgenaue Detailtreue ankommt, unterstützt CMB Storager eine Datenkompression bis zum Faktor 300, das heißt, die Bilddaten nehmen auf der Festplatte oder CD-ROM nur noch ein Dreihundertstel ihres ursprünglichen Volumens ein. Das Programm ist auf praktisch allen Client-/Server basierenden Netzwerken mit einem SQL Server lauffähig. Auf der Client-Seite, also am Arbeitsplatz, kommen Standard-Windows-PCs zum Einsatz, wobei für den Einsatz im Kunstbereich allerdings eine hochauflösende Grafikkarte vorgeschlagen wird.

 

 

I C OM - NEWS in Neues Museum 1/96

Österreichische Nationalkomitee

Objektverwaltungs- und Ausstellungsmanagementsystem CMB-Storager für Windows.

Der CMB-Storager entstand in enger Zusammenarbeit der Firma CMB und mehrerer Museen. Das Programm befindet sich derzeit in der Implementierungsphase im Historischen Museum der Stadt Wien und wird mit Ende April an die Kuratoren ausgeliefert. Das Programm besteht aus einer flexiblen, relationalen Datenbank und ermöglicht neben den üblichen Inventarisierungsmechanismen (div. fixe und freie Listen, automatische Login-Kontrolle, usw.) besonders komfortable Recherchen (Volltext, Verknüpfungen, Ähnlichkeiten, phonetische Suche usw.). Für den Museumseinsatz optimiert sind vorgegebene Tabellen wie Objekte, Personen, Ereignisse/Orte, Literatur, digitale Bilder und OLE-Objekte, jedoch können auch beliebige eigene Datenfelder und Feldklassen erstellt werden. Ebenso integriert sind Rechercheboxen zur Erstellung von virtuellen Ausstellungen, die im Ausstellungsmanagement-Modul direkt verwaltet werden können. Dadurch ergibt sich eine automatische Dokumentverwaltung (Leihverträge, Transport- und Versicherungslisten und Ein- und Ausgangskontrolle) und damit verbundene erhebliche Zeit- und Kostenersparnis. Die digitalen Bilder der Objekte können in beliebigen Qualitäten (inklusive Leuchtpult- und Vollbilddarstellung) eingebunden werden. Weitere Module erlauben die problemlose Übergabe der Bilder und Daten in das Internet bzw. wenn gewünscht auf CD-ROM. Die dadurch entstehenden Synergieeffekte tragen wesentlich zur Kostenreduktion in allen drei Medien bei. Entscheidend ist auch, daß der CMB Storager auf absolute Industriestandards bei der Daten- und Bildspeicherung setzt und damit eine leichte Integration und Investitionssicherheit gewährleistet ist.

Reinhard Pohanka
Dr. Reinhard Pohanka, Historisches Museum Wien, Tel.: 505 87 47184029

 

Francesco Borromini, Architekt1599 -1667

Initiativen zur 400. Wiederkehr seines Geburtstages

Ausstellungsprojekt Rom, Palazzo delle Esposizioni, 15. Dezember 1999 - 21. Februar 2000 Wien, Graphische Sammlung Albertina, 15. März -15. Mai 2000

Forschungsstrategien Bilddatenbank / CD-ROM / Teamwork Graphische Sammlung Albertina, Wien – Bibliotheca Hertziana, Rom und weltweit zahlreiche Spezialisten

Das Projekt Die 400. Wiederkehr des Geburtstages Francesco Borrominis im September l999 gibt den Anlaß, den wohl bedeutendsten Architekten des Barock in einer repräsentativen Schau der Öffentlichkeit vorzustellen; einen Künstler, dessen Werk schon von den Zeitgenossen bewundert, seither lebhaft diskutiert wurde und für das heutige Architekturschaffen wieder höchste Aktualität besitzt. Der rund 600 Blätter umfassende zeichnerische Nachlaß Borrominis befindet sich seit der Mitte des18. Jahrhunderts in Wiener Sammlungen ursprünglich in der k.k. Hofbibliothek, seit 1920 in der Graphischen Sammlung Albertina. Österreich verfügt damit über einen einzigartigen, von der Öffentlichkeit aber bisher viel zu wenig beachteten Kulturschatz von Weltbedeutung. Im Jahre l967, anläßlich des 300. Todestages, wurden die wichtigsten Werke dieses Bestandes zum letzten Mal gezeigt; allerdings nur in Rom, während es in Wien bislang keine einzige nennenswerte Präsentation der Borromini-Zeichnungen gegeben hat. So scheint es geboten, das österreichische Publikum über die Existenz dieses in unserem Land verwahrten Erbes zu informieren und die historische wie künstlerische Bedeutung desselben wirkungsvoll zu vermitteln. Zugleich erwartet sich die internationale Fachwelt von der Albertina eine dem Jubiläum gemäße Initiative, das baukünstlerische Schaffen Borrominis in umfassender Weise darzustellen und in diesem Zusammenhang die wissenschaftliche Bearbeitung des Oeuvres Borrominis voranzutreiben. Um eine umfassende Bearbeitung der Architekturzeichnungen zu gewährleisten, wurden an der Albertina sämtliche Bildquellen digital erfaßt und auf CD-ROM verfügbar gemacht. Daraus ergibt sich – erstmals im Rahmen einer Ausstellungsvorbereitung – die Möglichkeit einer weltweit vernetzten Forschungsstrategie. Ziel ist u.a. die Erstellung eines kritischen Katalogs der Originalzeichnungen Borrominis, der als CD-ROM und in gedruckter Form vorliegen wird. Im Bestreben, für beide Aspekte des Projektes – für die Ausstellung und für das Repertoire der Zeichnungen – optimale Ergebnisse zu erzielen, wurden erstrangige Fachleute und erfahrene Ausstellungsmacher für die Mitwirkung gewonnen. Institutionell wird das Projekt von der Graphischen Sammlung Albertina und der Bibliotheca Hertziana in Rom Max-Planck-Institut für italienische Kunstgeschichte) getragen. Als wesentlicher Beitrag zu den zwischen 1997/98/99 anstehenden 400-Jahr-Feiern der drei größten römischen Barockarchitekten wurde das Projekt vom italienischen Comitato Nozionale per le celebrazioni del quarto centenario della nascita di Pietra di Cortona, Bemini e Borromini Roma e la nascita del Baroccoii mit Begeisterung aufgenommen und organisatorisch unterstützt. Dieser Ausschuß gehören einige der führenden wissenschaftlichen und kulturpolitischen Institutionen Italiens an z.B. Assessorato alla Cultura del Comune di Roma, Universita La Sapienzo, Rom, Soprintendenza per i Beni Artistici di Roma, darüber hinaus Vertreter der Bibliotheca Apostolica Vaticana und verschiedener ausländischer Akademien. Es gelang, alle weltweit führenden Spezialisten für die Mitwirkung am Projekt zu gewinnen; dies mit der Absicht, die an verschiedenen Lehr- und Forschungsstätten fortschreitenden Borromini - Studien in weltweiter Teamarbeit synergetisch zu nutzen. Für die Projektleiter, zeichnen R. Bösel (Kustos der Architekturabteilung in der Albertina, Wien und C. L. Frommel Direktor der Bibliotheca Hertziana, Rom) verantwortlich. Unter den Mitarbeitern sind einige der namhaftesten Architekturhistoriker und -theoretiker hervorzuheben: u.o. H. Thelen (FU, Berlin), J. Connors (Columbia University, New York), A. Bruschi, A. Sartor und A. Roka de Amicis (Universität Ia Sapienza, Rom), K. Güthlein (Universität Saarbrücken), E. Kieven (Universität Thübingen, W. Oechslin (ETH, Zürich), M. Raspe (Universität Würzburg), E. Sladek; (Bibl. Hertziana, Rom), R. Stalla (Universität München) und A. Viscogliosi (Denkmalamt, Rom).

Als Ausstellungsorte sind Rom und Wien, bzw. Lugano vorgesehen; die Termine wurden so gewählt, daß die Veranstaltung in Borrominis Heimat, dem Tessin, mit dem Jubiläumsdatum zusammenfällt, daß die Ausstellung in Rom bis ins "Heilige Jahr 2000’ – für das ein außergewöhnlicher Touristenzustrom erwartet wird – hineinzieht und der Ausstellungsort Wien, schließlich, von dem in Rom zu erwartenden Erfolg, medial profitieren kann. Der zweibändige, reichbebilderte Ausstellungskatalog wird in deutscher und italienischer Sprache erscheinen.

Präsentation des Vorhabens: Dienstng,18. November 1997, 10.30 Uhr, im Festsaal der Graphischen Sammlung Albertina, 1010 Wien, Augustinerstraße 1

 

 

Die Presse

19. NOVEMBER 1997

Die Wiener Albertina hat ihren umfangreichen Bestand an Architekturzeichnungen von Francesco Borromini zur Bearbeitung und Erforschung auf CD-ROM gespeichert. Anläßlich seines 400. Geburtstag (1999) sind Ausstellungen in Wien, Rom und Lugano geplant.

 

Albertina Großes Borromini-Projekt
Wiener Kronenzeitung, 19. NOVEMBR 1997

Francesco Borromini (1599 – 1667) ist der bedeutendste Architekt des europäischen Barock gewesen: Zur 400. Wiederkehr von Borrominis Geburtstag werden für die Jahre 1999/2000 in Lugano, in Rom (Palazzo delle Esposizioni) und in der Wiener Albertina (15. 3.-15.5. 2000) große Ausstellungen vorbereitet. Mit den wichtigen Wiener Borromini-Zeichnungen, Modellen, Videos u.a.

 

 

Großprojekt der Albertina zu Borromini-Juibiläum
NEUE ZEIT, l9. NOVEMBEL 1997

Wien. Mit repräsentativen Ausstellungen in Wien, Rom und Lugano sowie einem umfangreichen Forschungsprojekt begeht die Graphische Sammlung Albertina die 400. Wiederkehr des Geburtstages von Francesco Borromini im September 1999. Der rund 600 Blätter umfassende zeichnerische Nachlaß des wohl bedeutendsten Architekten des Barock befindet sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Wien. Der Nachlaß Borrominis sei ein "Weltkulturerbe ersten

Ranges", sagte der Leiter der Architektursammlung der Albertina, Richard Bösel, bei der Präsentation des Projektes am Dienstag in Wien. Weltweit seien nur ganz wenige Architektur Nachlässe aus dem Barock erhalten. In kulturhistorischer Sicht seien die Zeichnungen daher ähnlich bedeutend wie etwa die Dürer Blätter des Hauses. Aus diesem Grund sei eine Initiative notwendig, das baukünstlerische Schaffen Borrominis darzustellen.